


KPM | Urbino | Teetasse | Ø 9,5 cm | Höhe 4,4 cm | 0,15 l | mit weiß belassenem Rand
Dazu gehört eine weiß gehaltene Untertasse.d
Der Waldrapp
(Auszug von Wikipedia)
Der stark gefährdete Waldrapp (Geronticus eremita) ist etwa gänsegroß und gehört zur Familie der Ibisse.
Im frühen und Alten Ägypten galt der Waldrapp als Lichtbringer und Verkörperung des menschlichen Geistes. Er wurde Ach genannt. Bereits in den frühen Dynastien glaubte man, dass der Mensch nach seinem Tode als verklärter und vergöttlichter Ach in den Himmel auffahren und zu einem Stern werden würde.
Historische Bezeichnungen für diese Art sind Schopfibis, Mähnenibis, Klausrapp, Steinrapp, Klausrabe und Waldhopf.
Waldrapp
Tiere erreichen inklusive Schwanzfedern eine Körperlänge von 60 (bei Weibchen) bis 75 cm (bei Männchen), die Flügelspannweite beträgt 125 bis 135 cm. Die Lebenserwartung liegt bei etwa 15 bis 20 Jahren. Das Gewicht eines ausgewachsenen Waldrapps beträgt bis zu 1,5 kg. Das komplette Gefieder ist pechschwarz und metallisch glänzend. Es weist an Hals und Bauch einen gräulich-silbrigen Schimmer auf. Im Nacken, am Rücken, an den Flügelspitzen und auf den Schwanzdeckfedern glänzen die Federn grünlich bis (seltener) bläulich, an den Flügelschultern hingegen violett bis rötlich. Gesicht und Stirn sind kahl und von fleischroter Farbe, die Nackenfedern sind lanzettförmig und stark verlängert, so dass der Eindruck eines Schopfes oder einer Mähne entsteht. Der „Schopf“ kann bei Gefahr oder während der Balz aufgespreizt werden. Der Schnabel ist rot und leicht sichelförmig nach unten gebogen. Die Beine sind kahl und stämmig.
Die Weibchen sind lediglich etwas kleiner und leichter als die Männchen. Im ersten Lebensjahr sind Gesicht und Stirn zunächst noch befiedert.
Der wild lebende Waldrapp ist ein geselliger Vogel, der sich zu Kolonien von mehreren Dutzend bis über hundert Exemplaren zusammenschließt.
Zum Verhalten des Waldrapps gehört ein ausgedehntes Begrüßungsritual. Die Vögel umkreisen tagelang die Brut- und Ruhefelsen, bis sie ihren Partner gefunden haben. Nach der Landung werfen Männchen wie Weibchen den Kopf mit aufgestelltem Schopf in den Nacken und verbeugen sich dann unter lauten Chrup-Chrup-Rufen voreinander. Dabei wird dem Gegenüber die individuelle Kopfzeichnung präsentiert. Dieses Verneigungsritual wird mehrfach nacheinander wiederholt. Das Grüßen eines Pärchens löst in der gesamten Waldrapp-Kolonie das Grußritual aus und ist nicht nur auf die Balz- und Paarungszeit beschränkt. Zwischen rivalisierenden Männchen kann es zu Schnabelkämpfen kommen, wenn Nester bedrängt oder Nistmaterialien gestohlen werden. Dabei wird jedoch nie ein Vogel verletzt.
Die Nahrung des Waldrapps besteht aus Insekten und deren Larven, Würmern, Schnecken und deren Eiern, Heuschrecken, Spinnen, seltener aus kleinen Säugetieren, Reptilien und Amphibien sowie aus pflanzlicher Nahrung.
Die Vögel brüten in Felswänden und an Steilküsten. Die Jungtiere verbleiben noch längere Zeit bei den Eltern, um die Nahrungsbeschaffung zu erlernen.
In Europa war er einst ein häufiger Vogel, der in Frankreich, in der Schweiz, in Deutschland, Österreich (zuletzt dort in der Steiermark), Spanien und im Westen des Balkans beheimatet war. Im 17. Jahrhundert wurden die Waldrappe in Mitteleuropa durch intensive Bejagung – die Vögel galten als Delikatesse – sowie den Verlust ihres Lebensraumes ausgerottet.
Nach einem Tiefpunkt Mitte der 1990er Jahre mit nur noch etwa 220 Vögeln in Freiheit ist der Wildbestand seitdem beständig gewachsen. In freier Wildbahn lebten in Marokko im Jahre 2019 etwa 700 Vögel und etwa 325 halbwild in der Türkei. Aufgrund verschiedener laufender Wiederansiedlungsprojekte, die das Ziel haben, den Waldrapp erneut als Brutvogel in Europa zu etablieren, gab es 2020/21 wieder ungefähr 340 freilebende Vögel. Der Bestand an wild oder halbwild lebenden Vögeln lag 2020 bei etwa 1400.
Das Projekt Waldrappteam wurde und wird mit viel Aufwand betrieben, erlitt aber immer wieder Rückschläge. Das Hauptproblem für die Auswilderung ist die Tatsache, dass der Waldrapp ein Zugvogel ist, der die Flugroute im ersten Jahr von den Eltern erlernen muss. Von Menschen aufgezogene Jungvögel kennen diese Flugroute nicht. Sie fliegen zwar im August von ihren Wohnplätzen ab, aber nicht gemeinsam und nicht in die gleiche Richtung. Eine Möglichkeit, sie anzulernen, besteht darin, dass ihre menschlichen Zieheltern, auf die sie geprägt sind, ihnen mit Ultraleichtflugzeugen vorausfliegen und ihnen den Weg zeigen.
Ende 2020 umfasste die Population der aus Deutschland, Österreich und der Schweiz nach Italien migrierenden Population bereits 160 wildlebende Individuen, aufgeteilt auf vier Brutkolonien mit einem gemeinsamen Wintergebiet in der südlichen Toskana.
Damit gibt es zusammen mit den 180 Vögeln in Spanien (siehe unten) wieder etwa 340 freilebende Waldrappe in Europa, die in mindestens sechs Kolonien brüten.
Mehr zu lesen gibt es hier bei Wikipedia —> Waldrapp bei Wikipedia